Definition Fairer Handel

"Fairer Handel ist...

... eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte Produzent/innen und Arbeiter/innen – insbesondere in den Ländern des Südens – leistet der Faire Handel einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung. Fair Handels-Organisationen engagieren sich - gemeinsam mit Verbraucher/innen - für die Unterstützung der Produzent/innen, die Bewusstseinsbildung sowie die Kampagnenarbeit zur Veränderung der Regeln und der Praxis des konventionellen Welthandels."
(FINE-Grundlagenpapier zum Fairen Handel, 2001)

Auf diese Definition haben sich 2001 die vier internationalen Dachorganisationen des Fairen Handels (FLO, IFAT, NEWS!, EFTA) geeinigt:

FLO - Fairtrade Labelling Organizations International    

IFAT / jetzt: WFTO - World Fair Trade Organisation

NEWS!(2008 aufgelöst)

EFTA - European Fair Trade Association 

 

 

Prinzipien des Fairen Handels:

Der Faire Handel ...

  • schafft Marktzugang für benachteiligte Produzent/innen,
  • unterhält langfristige, transparente und partner- schaftliche Handelsbeziehungen und schließt unfairen Zwischenhandel aus,
  • zahlt den Produzent/innen faire Preise, die ihre Produktions- und Lebenshaltungskosten decken und leistet auf Wunsch Vorfinanzierung,
  • stärkt die Position und sichert die Rechte von Arbeiter/innen und Kleinbäuer/innen sowie ihrer Organisationen im  Süden,
  • trägt zur Qualifizierung von Produzent/innen und Handelspartnern im Süden bei, gewährleistet bei der Produktion die Einhaltung der acht ILO-Kernarbeitsnormen,
  • sichert die Rechte von Kindern und fördert die Gleichberechtigung von Frauen, fördert den Umweltschutz, z.B. durch die Umstellung auf biologische Landwirtschaft,
  • leistet Bildungs- und politische Kampagnenarbeit, um die Regeln des Welthandels gerechter zu gestalten,
  • stellt durch Überprüfungsmechanismen sicher, dass diese Kriterien eingehalten werden







Kritik

In den vergangenen Monaten gab es diverse kritische Studien und Berichterstattungen über den Fairen Handel (Studie der Universität London, ARTE-Dokumentation „Der Faire Handel auf dem Prüfstand“, Artikel in DIE ZEIT und DIE ZEIT online).

Der „Spiegel“ berichtet in seiner aktuellen Ausgabe über Entwicklungen im Fairen Handel, die in letzter Zeit häufiger in den Medien diskutiert worden sind. Auf die Kritikpunkte des Spiegel geht die GEPA (größter Fair-Handels-Importeur in Deutschland) mit ausführlichen  Hintergrundinformationen ein, da sie den Fairen Handel im Allgemeinen betreffen.

Der Artikel in der aktuellen Ausgabe des Spiegel enthält darüber hinaus kaum neue Kritikpunkte, sondern arbeitet sich vielmehr. Wir bedauern, dass nicht immer trennscharf zwischen dem Fairtrade-System und dem Fairen Handel insgesamt unterschieden wird. Somit wird auch der Faire Handel der Weltläden von dieser Kritik erfasst, auch wenn die Produkte der anerkannten Lieferanten größtenteils andere und strengere Standards erfüllen.

Im Folgenden haben wir die Stellungsnahme der GEPA und dem Forum Fairer Handel zusammengestellt:

Artikel in der Zeit und zur Studie Effizient von Fairem Handel im Kaffeeanbau:

Stellnungnahme der GEPA zu Studien zur Effizienz von Fairem Handel im Kaffeeanbau

Kurzfassung: GEPA-Sicht auf Studien zu Fairem Kaffeeanbau und Effizienz

ARTE-Dokumentation „Der Faire Handel auf dem Prüfstand“

Stellungnahme der GEPA: Hintergrundinfos zur Wiederholung der kritischen ARTE-Dokumentation

Thema Mengenausgleich:

Erklärung der GEPA: Was ist Mengenausgleich und wie geht die GEPA damit um?

Positionspapier des Forum Fairer Handel

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